Octavio Paz / "Das Labyrinth der Einsamkeit"

The Aztecs Pyramid at St. Cecilia Acatitlan, Mexico State. (Maunus, Wikimedia Commons)
The Aztecs Pyramid at St. Cecilia Acatitlan, Mexico State. (Maunus, Wikimedia Commons)

Julien Elies Dokumentarfilm DARK SUNS / SOLEILS NOIRS (2018) ist ein Film über Mord und Terror in Mexiko. Er ist ein Film über eine Atmosphäre der Beklemmung. Er zeigt Menschen in höchster Bedrohung und voller Todesangst. Für viele der Interviewten kann jeder Tag der letzte sein, und darauf hat sich ihr Leben, ihr Denken, ihr Bewusstsein eingestellt. Und so werden hier unfassbare Existenzen gezeigt, die man nicht so schnell vergisst. Ein Mann, der mit Schaufel und Hacke durch Wald und Einöde stapft und Gräber von Ermordeten sucht. Und gemeinsam mit ihm finden wir auch eins. Da liegen kleine Knochenteile, ein Schuh mit Fußknochen, die wegen der Socken immer am besten erhalten sind. Das weiß der Mann aus Erfahrung. Ein Anwalt, der Videoaufnahmen von einem Anschlag mit Schusswaffen auf ihn vor seinem Büro zeigt. Ein Mann, der nur zu zweit reisen mag, damit man im Fall der Fälle jedenfalls in einem Massengrab landet und nicht allein irgendwo liegt. Und immer trägt er ein ganz bestimmtes Hufeisen-Schmuckstück bei sich, um als Leiche schnell und eindeutig identifiziert werden zu können. Eine Familie mit fünf verschwundenen Mädchen. Da wechseln sich Todeslethargie und Aktionismus ab. Die Mutter drückt es so aus, dass man eigentlich nur im Bett liegen und weinen möchte.

Es geht um das Verschwinden von Menschen, hauptsächlich von Frauen, in der Grenzregion zu den USA, worüber auch international viel berichtet wurde. DARK SUNS handelt also zunächst von diesen bekannten Frauenmorden, Folterungen, Verstümmelungen. Folglich beginnt die Dokumentation dort, wo es Mitte der 90er begann, in Städten wie Juárez, und wo es bis heute nicht aufgehört hat. Darüber hinaus geht es um Priester, um Journalisten, die sich trotz aller Lebensgefahr einmischen angesichts unzähliger entdeckter und noch unentdeckter Massengräber. Aber es wird auch der Bogen geschlagen zu anderen Orten, zu Fällen ganz anderer Art, beispielsweise 2010, wo es ein Migranten-Massaker in einer einsam gelegenen Scheune gab, zu der das Filmteam auch gefahren ist, wenn auch mit mulmigem Gefühl. Man ist sich über die Ursachen dieses Massenmordes nicht sicher. Wollte man den Opfern nur ihr Geld abnehmen? Oder wollte man gleichzeitig bewusst für weniger Menschen sorgen, die die Grenze übertreten, um ein strengeres Grenzregime unter Obama zu verhindern, weil verschärfte Grenzkontrollen die Drogengeschäfte erschweren. Das wäre übrigens ein weiteres starkes Argument für Trumps Mauer an der Grenze zu Mexiko.

DARK SUNS [© Dogwoof Global (Quelle: Filmfest Hamburg)]
DARK SUNS [© Dogwoof Global (Quelle: Filmfest Hamburg)]

DARK SUNS war 2019 auf dem Filmfest Hamburg zu sehen, wo Regisseur Julien Elie persönlich anwesend war. Inspiration für ihn war vor allem der 2017 verstorbene mexikanische Journalist und Autor Sergio González Rodríguez, der unter anderem die Bücher „Huesos en el desierto“ (2002, „Knochen in der Wüste“) und „The Femicide Machine“ (2012) über die mexikanischen Frauenmorde veröffentlichte. Die Dreharbeiten waren nicht ohne Risiko. Aber zumindest versuchte man möglichst unter dem Radar zu arbeiten. Denn da auch lokale Behörden in die Untaten verwickelt sind, wurde es ein Film ohne öffentliche Institutionen. Vor allem weil sich das Projekt zwangsläufig erweiterte. Ausgehend von der Porträtierung der Gewaltorte im Norden wurde es ein Film über ganz Mexiko, denn die Gewalt dehnt sich aus. 2019 gab es in Mexiko, einem Land mit 126 Millionen Einwohnern, 34.000 Morde. Zum Vergleich, Deutschland, mit 83 Millionen Einwohnern, kam auf 245 Mordopfer.

DARK SUNS ist ein Film in Schwarzweiß, was die Schönheit und Farbigkeit der Landschaft und überhaupt des mexikanischen Lebens und Alltags herunterschraubt, abstrahiert, aber auch die verschiedenen Regionen ohne visuelle Brüche miteinander verbindet. Diese Ästhetik verwischt die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Orten und Zeiten, macht aus dem Mexiko der letzten Jahrzehnte einen einzigen großen unsicheren blutigen Tatort. Dieses unfassbare Schreckensbild ist ja weitaus schlimmer als das, was Sylvester Stallone 2019 in seinem fünften und bisher letzten RAMBO-Film zeigte, wo es um Zwangsprostitution und Mord jenseits der Grenze ging. DARK SUNS ist trotz allem ein ruhiger Film ohne künstliche Dramatisierung. Angesichts der durchgängig vorherrschenden geistigen Klarheit erscheinen die Ereignisse noch seltsamer, was unweigerlich ein Unbehagen hervorruft, mit dem der Zuschauer aber emotional angemessener auf die Menschen mit ihrer Todesangst reagieren kann.

DARK SUNS [© Dogwoof Global (Quelle: Filmfest Hamburg)]
DARK SUNS [© Dogwoof Global (Quelle: Filmfest Hamburg)]

Es geht beispielsweise auch um Gewalt gegen Studenten und um den Zusammenhang zwischen alter Unterdrückung und den heutigen Verbrecherkartellen. Erzählt wird von einem Massaker an Studenten, aus deren toten Körpern man Gesicht und Augen herausgeschnitten hat. Es geht um weitere 43 Verschwundene. Verantwortlich sind die aus den Mechanismen der staatlichen Unterdrückung der 60er und 70er geborenen Verbrechersyndikate. Folglich wird in DARK SUNS auch der Bogen geschlagen zur Vergangenheit, und da wird zwangsläufig das Massaker an Studenten vom 2. Oktober 1968 auf dem Tlatelolco-Platz in Mexiko-Stadt, offiziell „Platz der 3 Kulturen“, genannt. Die englische Tageszeitung Guardian errechnete damals inoffiziell 325 Tote und tausende Verletzte. Ein spannendes und am Ende erschreckendes Dokument dieser Protestzeit, als Studenten, Dozenten und das Volk sich zusammentaten, ist der kollektiv entstandene Dokumentarfilm EL GRITO, MEXICO 1968, den ich jetzt zum ersten Mal gesehen habe und wo das, worüber ich bisher nur gelesen hatte, Bild und Form annahm.

Square of the Three Cultures, Mexico City (Cvmontuy, Wikimedia Commons))
Square of the Three Cultures, Mexico City (Cvmontuy, Wikimedia Commons))

Noch während der Filmfest-Vorführung von DARK SUNS im Metropolis-Kino musste ich zwischendurch wiederholt an einige Aspekte des berühmten und viel gelesenen Mexiko-Essay „Das Labyrinth der Einsamkeit“ („El laberinto de la soledad“) von Octavio Paz (1914-1998) denken. Das Buch erschien 1950, dann 1959 in einer zweiten Auflage, vom Autor leicht ergänzt. 1972 kam mit „Postskriptum“ („Postdata“) ein zweiter Teil, ein aktualisiertes Fortschreiben der Gedanken heraus. Und in meiner populären Taschenbuchausgabe des Werkes, 2004 herausgegeben vom „Fondo de Cultura economica“, befindet sich zusätzlich das Interview mit Claude Fell „Rückkehr zu 'Das Labyrinth der Einsamkeit'“ („Vuelta a 'El laberinto de la soledad'“) von 1975. Die folgenden Zitate daraus sind meine Übersetzungen, denn eine deutsche Version der Texte besitze ich nicht. Die Seitenzahlen beziehen sich auf die angegebene Ausgabe.

Um einige Aspekte der beiden Paz-Texte soll es hier gehen, ohne etwas erklären zu wollen, allenfalls vermuten, erhellen. Es geht um einige Entsprechungen zwischen dem, was Paz vor Jahrzehnten geschrieben hat und dem, was seit mehr als 20 Jahren geschieht und in DARK SUNS gezeigt wird. Dies ist leider auch deshalb interessant, weil es fast wirken kann, als wären sich aus der Analyse ergebende schlimme Befürchtungen Wirklichkeit geworden.

„Das Labyrinth der Einsamkeit“ untersucht, laut Paz, „das mexikanische Wesen durch den Lauf der Geschichte“. Der Autor geht dabei davon aus, dass der Mensch nicht einfach von der Geschichte beeinflusst wird, nicht einfach ihr statisches Produkt, sondern dass er selbst Geschichte ist, sie also gleichzeitig selbst gestaltet. Es ist eine gegenseitige, Veränderungen hervorrufende Einflussnahme. In seiner Betrachtung begnügt Paz sich nicht mit dem, was an der Oberfläche leicht zu entziffern ist, sondern interessiert sich für das, was latent, unterirdisch existiert und jederzeit zum Vorschein kommen kann. Daher bleibt er auch nicht beim beliebten folkloristischen Begriff des Nationalcharakter stehen. Der ist für ihn nur eine Maske, die wie eine Mauer den fremden Blick auf Abstand halten soll. Paz will wissen, was hinter dieser Maske steckt. Auf diese Weise wird das Buch trotz aller Konzentration auf Mexiko immer wieder gleichzeitig allgemein und universal, denn im Prinzip trifft das auf alle Nationen zu. Das äußere Kennzeichen des Mexikaners ist für Paz die Distanz und die Abwehr: „... der Mexikaner erscheint wie ein Wesen, das sich verschließt und sich bewahrt: Maske das Gesicht und Maske das Lächeln. (…) alles dient ihm dazu, sich zu verteidigen.“ (S.32)

Das, was Paz hier als offene und verborgene nationale Eigenschaften aufzählt, sind vor allem die dem Männlichen zugeordnete Eigenschaften, wie auch das oberste Ideal „hombría“, „Mannhaftigkeit“, ist. Wer sich öffnet, Gefühle zeigt, ist schwach. Das Weiblich hat daher keinen Wert für sich allein, ist allenfalls Instrument: „Frauen sind unterlegene Wesen, da sie sich beim Hingeben öffnen.“ (S.33) Was nun die Frauenmorde angeht, so wurden sie beispielsweise von Rodríguez in Verbindung gebracht mit steigender Emanzipation, steigender Berufstätigkeit gerade in den wirtschaftlich florierenden Gegenden an der US-Grenze. Es wäre also eine Reaktion darauf, der brutale Versuch, Frauen in die Schranken zu weisen. Das ist sicher nicht falsch, aber auch ein bisschen einfach, mechanistisch.

Denn es geht hier ja nicht um einfache Morde, nicht einmal um einfache Zwangsprostitution. Es ist mehr als die Passivierung der aktiven Frau. Es geht schließlich um Folterungen, Vergewaltigungen, sexuelle Erniedrigungen, Demütigungen, Verstümmelungen schlimmster Art. Man hat es hier mit einer bestimmten Art zu morden zu tun, mit einer dem Tod gegenüber gleichgültigen und dem Leiden gegenüber sadistischen Haltung. So setzt Paz in „Das Labyrinth der Einsamkeit“ das mexikanische Verbrechen noch vom modernen ab. In einer Art poetischer Verzückung preist er zumindest das persönliche Verhältnis von Täter und Opfer, wie in der antiken Tragödie. Heutzutage ist das Wirklichkeit, was er als modernes Verbrechen der Ära des Konzentrationslagers bezeichnet: „Wie in den Romanen von Sade gibt es nur noch Henker und Objekte, Instrumente des Vergnügens und der Zerstörung.“ (S.66) Aber gleichzeitig kann man den Eindruck von etwas Rituellem haben, selbst wenn es unbewusst geschieht und hier sicher keine organisierte Sekte am Werk ist.

In dem Zusammenhang ist das von Paz skizzierte Machismo-Frauenbild interessant. Es geht um ein Bild der Frau, von dem der Erhalt des Universums abhängig scheint. In vielen traditionellen Gesellschaften hatte und hat die Frau es bekanntlich schwer, aber nach Paz gibt es mexikanische Besonderheiten: „Für die Mexikaner ist die Frau ein undurchsichtiges, geheimnisvolles und passives Wesen. Man schreibt ihr keine schlechten Instinkte zu; man gibt vor, dass sie nicht einmal welche hat. Besser gesagt, es sind nicht ihre, es sind die der Gattung; die Frau verkörpert den Willen des Lebens, der in seinem Wesen unpersönlich ist, und in dieser Tatsache wurzelt ihre Unmöglichkeit, ein persönliches Leben zu führen. Sie selbst zu sein, Herrin ihrer Sehnsucht, ihrer Leidenschaft oder ihrer Laune, bedeutet, sich selbst untreu zu sein.“ (S.40)

Diese Passivität betrifft nicht zuletzt die sexuellen Instinkte. Und das hat durchaus eine archaische, heidnische, quasi-religiöse Note: „Liegend oder aufrecht, bekleidet oder nackt, die Frau ist nie sie selbst. Undifferenzierte Erscheinung des Lebens, ist sie der Kanal des kosmischen Appetits. In diesem Sinne hat sie keine eigenen Sehnsüchte.“ (S.40) Das ist die stille, passive, unerschütterliche, leidende mexikanische Frau. Das klassische mexikanische Kino ist voll davon, und übrigens hat niemand sie perfekter gespielt als Dolores del Rio. Die aktivere, aggressivere María Felix ist voller männlicher Attribute und oft genug in Hosen zu sehen. Aber es ist, als hätte der Mann keine Ruhe angesichts dieser Rolle der Frau. Die so erzeugte geheimnisvolle Undurchdringlichkeit erzeugt Unsicherheit, Aggression. Es folgt Sadismus als Rache, als Reaktion auf das Unwohlsein erzeugende, undurchschaubare Geheimnis Frau: „Der Sadismus beginnt angesichts des weiblichen Hermetismus oder als verzweifelter Versuch, die Antwort eines Körpers zu bekommen, den wir für gefühllos halten.“ (S.73)

Und wenn man den Gedanken an Rituelles und an Blutopfer bei all dem einfach nicht los werden kann, dann ist der nächste Gedanke nicht weit. Denn rituelle Morde, Blutopfer, die den kosmischen Zyklus am Leben halten sollen, das gab es bekanntlich schon einmal auf mexikanischem Boden. Das waren die Azteken mit ihrer Schreckensherrschaft und ihrem geschlossenen religiösen System rund um den Sonnenkult. Die unterworfenen Indio-Stämme nutzten sie als lebendige Blutbank. Solch eine Analogie stellt Paz in „Postskriptum“ im Zusammenhang mit dem Staatsverbrechen des Tlateloclo-Massakers 1968 her, wegen dessen er übrigens als mexikanischer Botschafter in Indien zurücktrat: „...  die Regierung kehrte zu früheren Perioden der Geschichte Mexikos zurück: Aggression ist synonym mit Regression. Es war eine instinktive Wiederholung, die die Form eines Sühnerituals annahm; die Entsprechungen zur mexikanischen Geschichte, besonders zur Aztekenwelt, sind faszinierend.“ (S.253) Als Symbol der Aztekenwelt bezeichnet Paz die Pyramide, den Ort der starren Hierarchie mit der Opferplattform an der Spitze.

Paz legt dar, wie die Conquista, die Eroberung des Aztekenreichs durch die Spanier, keinen Bruch darstellte. Und das nicht nur dadurch, dass Mexiko-Stadt an der Stelle der alten Azteken-Stadt Tenochtitlan errichtet wurde. Auch für die Indios waren die Spanier die Verlängerung der Mexiko-Herrschaft. So glaubten selbst die Azteken selbst zunächst, mit den Spaniern wären wieder die legitimen Herrschern aufgetaucht. Denn so stand es geschrieben. Die Azteken selbst waren ursprünglich Barbaren, die sich dann zu Herrschern aufschwangen. Die Azteken wären nicht der Höhepunkt mittelamerikanischer Kultur gewesen, ganz im Gegenteil stünden sie für deren Vereinfachung und Verarmung. Und so greift Paz einen der großen Mythen Mexikos an: „Durch welche religiöse und soziale Verirrung wurde eine Stadt von der Schönheit von Mexico-Tenochtitlan das Theater aus Wasser, Stein und Himmel eines halluzinierenden Totenballettes? Und durch welche Geistesverwirrung will niemand unter uns  – ich denke nicht an die überholten Nationalisten, sondern an die Gelehrten, die Geschichtsschreiber, die Künstler, die Poeten – zugeben, dass die aztekische Welt eine der Verirrungen der Geschichte ist.“

Museo Nacional de Antropologia (Éclusette, Wikimedia Commons)
Museo Nacional de Antropologia (Éclusette, Wikimedia Commons)

Konsequenterweise kritisiert Paz den tempelartigen Kult um die Azteken im Museum für Anthropologie, so wie es sich zumindest Anfang der 70er präsentierte. Die Azteken erschienen hier fälschlicherweise als Erfüllung und Höhepunkt der alten, vorher existierenden Kulturen: „Warum haben wir zwischen den prähistorischen Ruinen den Archetypus Mexikos gesucht? Und warum muss dieser Archetyp ausgerechnet aztekisch und nicht mayisch oder zapotekisch oder taraskisch oder otomisch sein? Meine Antwort auf diese Fragen wird vielen nicht gefallen: die wahren Erben der Mörder der prähistorischen Welt sind nicht die spanischen Halbinsulaner, sondern wir, die Mexikaner, die kastilisch sprechen ...“ (S.316)

Es ist, als bliebe so viel offene Aztekenverehrung nicht ohne Folgen. Das, was im Untergrund existierte, kann sich nun offen ausleben. Es lebt sich aus im kriminellen Untergrund, einem Staat im Staate. Aus dem für Tlatelolco verantwortlichen staatlichen System wurden Verbrechersysteme. Es ist wie ein orgiasticher Opferkult, bei dem es um Blut geht. Und man könnte den Eindruck haben, dass aus Octavio Paz' Befürchtung im Hinblick auf das Tlatelolco-Massaker langfristig Wirklichkeit wurde: „der Rückfall in den Zyklus aus Diktatur und Anarchie.“ (284) Denn um anarchistische Zustände handelt es sich hier. Die pure Anarchie innerhalb eines hilflosen, sich in viele Teile auflösenden Staates. Das Problem scheint tiefer zu liegen, als es eine einfache soziologische und politikwissenschaftliche Systemkritik zu erfassen vermag.

Aztekisches Menschenopfer (Wikimedia Commons)
Aztekisches Menschenopfer (Wikimedia Commons)